4.1 Grundsätzliche Prinzipien

Folgende Prinzipien sollten beim Aufbau einer Regenwasser-Anlage grundsätzlich berücksichtigt werden (zur Gewährleistung höchstmöglicher Wasserqualität und Betriebssicherheit):

  • Nutzung von Ablaufwasser nur von geeigneten Dachflächen (z.B, nicht asbesthaltig)
  • Kein Anschluß sonstiger versiegelter Flächen wie Balkone, Terrassen oder Hofflächen wegen möglicher massiver  Verschmutzung
  • Entwässerungssicherheit gemäß DIN EN 12056 / EN 752, erfüllt DIN 1989 (Sichere Dachentwässerung auch bei Störfällen in der   Anlage), Verhinderung von Wasser- und Schmutzablagerungen
  • Feinfilterung des Wassers vor dem Speicher / vor der Einlagerung des Regenwassers (1. Reinigungsstufe)
  • Gewährleistung der Funktionstüchtigkeit der 2. und 3. Reinigungsstufe im Speicher (beruhigter Zulauf und Überlaufmöglichkeit für eine Schwimmschicht)
  • Sicherung des Speichers gegen Fremdwasser-/Fremdschmutzeintrag und Wasseraustritt
  • Sicherung des Regenwasserspeichers vor Oberflächenwasser, Kanalrückstau und Tieren
  • Strömungsberuhigter Wasserzulauf im unteren Speicherbereich (ungestörte Sedimentation, Sauerstoffanreicherung des Lagerwassers, Klärfunktion)
  • Sicherung des Regenwasserspeichers vor Auftrieb
  • Richtig dimensioniertes Speichervolumen, welches ein mehrmaliges Überlaufen im Jahr sicherstellt
  • kurze und möglichst gerade Leitungsführungen
  • Verwendung korrosionsbeständiger Materialien und hochwertiger, langlebiger Bauteile sowie Verwendung hochwertiger und sparsamer Hauswasserstationen (Pumpen) ohne undurchströmte Hohlräume
  • Ausschluß von Licht und Sauerstoffmangel und von Dauertemperaturen über 18 Grad C°
  • Strikte Trennung von Trink- und Brauchwassersystem (DIN 1988 / DIN EN 1717); durchgängige Kennzeichnung aller Anlagenteile als "Kein Trinkwasser" und Sicherung derselben
     

Weiter lesen: 4.2. Auffangflächen